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Tutti Fratelli

Tutti Fratelli (www.tuttifratelli.de)

Drehbuch: Carina Lucia Elena Steding und Ricardo Steding

Regie: Carina Lucia Elena und Ricardo Steding

Das Ensemble “los roladores” inszenierte anlässlich des 150 jährigen Bestehens zur Zeit ein neues Stück rund um den Begründer des Roten Kreuzes “Henry Dunant”  Die überaus erfolgreiche Premiere war am 13. September 2013 im Parktheater Iserlohn. Nächster Termin ist 05.04.2014 in der Stadthalle Borken. 

Geschichte:

Henry Dunant (* 8. Mai 1828 in Genf; † 30. Oktober 1910 in Heiden), geboren als Jean-Henri Dunant, war ein Schweizer Geschäftsmann und ein Humanist christlicher Prägung. Während einer Geschäftsreise wurde er im Juni 1859 in der Nähe der italienischen Stadt Solferino Zeuge der erschreckenden Zustände unter den Verwundeten nach einer Schlacht zwischen der Armee Österreichs  sowie den Truppen Sardinien-Piemonts und Frankreichs.

Es lagen lagen etwa 38.000 Verwundete, Sterbende und Tote auf dem Schlachtfeld, ohne dass ihnen jemand Hilfe leistete. Zutiefst erschüttert davon, was er sah, organisierte er spontan mit Freiwilligen aus der örtlichen Zivilbevölkderung, hauptsächlich Frauen und Mädchen, die notdürftige Versorgung der verwundeten und kranken Soldaten. In der Kleinstadt Castiglione delle Stiviere in unmittelbarer Nähe zu Solferino richtete er mit anderen Helfern in der Chiesa Maggiore, der grössten Kirche des Ortes, ein Behelfshospital ein. Hier wurden etwa 500 der insgesamt etwa 8.000 bis 10.000 Verwundeten versorgt, die nach Castiglione gebracht worden waren.

Wie er schnell feststellte, fehlte es an fast allem: an Helfern, an Fachwissen und an medizinischem Material und Verpflegung. Dunant und die seinem Aufruf folgenden Helfer machten bei ihrer Hilfeleistung keinen Unterschied zwischen den Soldaten hinsichtlich ihrer nationalen Zugehörigkeit. Berühmt für diese Einstellung wurde die Losung „Tutti fratelli“ (ital. Alle sind Brüder) der Frauen Castigliones. Es gelang Dunant darüber hinaus, von den Franzosen gefangengenommene österreichische Armeeärzte für die Versorgung der Verletzten freigestellt zu bekommen. Er richtete Behelfskrankenhäuser ein und liess auf seine Kosten Verbandsmaterial und Hilfsgüter herbeischaffen. Trotz der Hilfe starben viele Verwundete.

 Über seine Erlebnisse schrieb er ein Buch mit dem Titel Eine Erinnerung an Solferino, das er 1862 auf eigene Kosten veröffentlichte und in Europa verteilte. In der Folge kam es ein Jahr später in Genf zur Gründung des Internationalen Komitees der Hilfsgesellschaften für die Verwundetenpflege, das seit 1876 den Namen Internationales Komitee vom Rote Kreuz (IKRK) trägt. Die 1864 beschlossene Genfer Konvention geht wesentlich auf Vorschläge aus Dunants Buch zurück. Henry Dunant, der danach aufgrund geschäftlicher Probleme und seines darauf folgenden Ausschlusses aus der Genfer Gesellschaft rund drei Jahrzehnte lang in Armut und Vergessenheit lebte, gilt damit als Begründer der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung. Im Jahr 1901 erhielt er für seine Lebensleistung zusammen mit dem französischen Pazifisten Frédéric Passy den ersten Friedensnobelpreis.

Wir werden die Geschichte des Begründers mit Bühnenschaupiel, Tanz, Gesang und filmisch in Szene setzen. Szenen, wie z.b. die Schlacht von Solferino sollen vorab als Film gedreht werden und unterstützend auf der Bühne tänzerisch umgesetzt werden.

Wer noch Interesse hat in unserer Multimediabühnenshow mitzuwirken, als Tänzer, Statist auf der Bühne oder als helfende Hand hinter der Bühne, kann sich gerne bei mir unter Tel: 0172/2771073 melden.

Ich freue mich auf euch!!!

Carina Steding

http://www.derwesten.de/ikz/suche/?q=Carina+Steding